Landtagsabgeordneter Jörg Denninghoff während des Stammtischs mit Tanja Machalet und den Genossinnen und Genossen des Gemeindeverbands Nastätten

    Erster virtueller Stammtisch der Genossen in Aar-Einrich

    Der SPD-Landtagsabgeordnete Jörg Denninghoff und die Vorsitzende der SPD Nastätten Pauine Sauerwein begrüßten zum ersten virtuellen Stammtisch im blauen Ländchen nicht nur Genossinnen und Genossen des Gemeindeverbands, sondern auch Tanja Machalet, SPD-Landtagsabgeordnete aus dem benachbarten Westerwaldkreis.

    Traf man sich sonst gerne gesellig in der heimischen Gastronomie zum politischen Austausch, so fand der virtuelle Stammtisch der Sozialdemokraten diesmal in der Küche, auf der Couch, im Arbeitszimmer oder im Hobbykeller statt. Auch wenn der eine oder andere Genosse nur per Telefon zugeschaltet war, diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lebhaft.

    „In Zeiten von Corona kommt das politische Gespräch im persönlichen Kontakt häufig zu kurz!“ erläutert Denninghoff seine Beweggründe „Dabei gibt es gerade jetzt sehr viel Diskussionsbedarf!“. Die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung seitens der Bundes- und der Landesregierung, sowie die aktuellen Lockerungen waren natürlich das Hauptthema der Runde. Einigkeit herrschte über die Notwendigkeit aller Maßnahmen, aber es wurden auch Kritikpunkte geäußert.

    Die Notlage Pflegebedürftiger und ihrer selbstpflegenden Angehörigen sei groß und eine Genossin äußerte, sie habe das Gefühl, die Politik sehe diese Notlage nicht. Tagesbetreuung für körperlich oder geistig behinderte Menschen und auch die Betreuungsangebote für an Demenz erkrankte Menschen seien noch immer geschlossen. Für die pflegenden Angehörigen bedeute dies, dass sie weitestgehend alleine die Betreuung stemmen müssen, nicht selten heißt dies tatsächlich eine 24 Stunden-Aufgabe jeden Tag. „Wir brauchen kurzfristige Lösungen in der Region.“ sind sich die Genossen einig. Eine Möglichkeit ist eine Betreuung durch ambulante Besuchskräfte zur Entlastung der Pflegenden oder eine eingeschränkte Öffnung der Tagesstätten mit begrenzter Teilnehmerzahl. „Hier müssen wir aktiv werden und kreative Ideen entwickeln um die Notlage zu entschärfen. Es darf nicht an daran scheitern, dass diese neuen Angebote nicht abrechnungsfähig sind!“ verspricht Denninghoff sich für dieses Thema einzusetzen.

    Menschen, die aufgrund von bestimmten Erkrankungen als Risikopatienten gelten, müssen sich besonders gegen eine Ansteckung mit Covid-19 schützen. Kontaktvermeidung ist die sicherste Methode, aber im Alltag nicht immer umsetzbar, da ist der Gang zum Arzt, in die Apotheke oder zum Einkaufen. Auch aus sozialer Sicht ist eine Isolierung auf Dauer nicht sinnvoll. Risikopatienten können sich in der Öffentlichkeit am besten mit FFP2-Masken vor Tröpfcheninfektionen schützen. „Eine Maskenfinanzierung für Risikopatienten, die diese Kosten alleine nicht tragen können, wäre sinnvoll. Damit man als Risikopatient auch mal rausgehen kann.“ forderte ein Genosse. Eine Möglichkeit ist bei Menschen, die aufgrund ihres Pflegegrades einen Anspruch eine Monatspauschale für verbrauchsbestimmte Hilfsmittel haben, diese für den Kauf von Masken zu nutzen. „Ich helfe gerne bei der Klärung mit den Pflegekassen, falls es hier haken sollte!“ erklärt Machalet, die als Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, Pflege und Demokratie des Landtags häufig bei Problemen vermittelt.

    Weniger im persönlichen Kontakt, aber vor allem auf Facebook und anderen sozialen Medien nehmen viele Genossen die Zunahme von Fake-News gerade im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wahr. „Wirtschaftliche Ängste, aber auch das Gefühl alleine gelassen zu werden, führen dazu, dass viele Menschen für vermeintlich einfache Lösungen empfänglich werden.“ beobachtet Pauline Sauerwein „Jede dieser Fake-News lässt sich widerlegen - wenn man ordentlich recherchiert, aber es kostet viel Zeit. Aber es ist wichtig, dass wir diese Behauptungen widerlegen!“

    „Ich nehme für meine Arbeit im Landtag viel mit aus dem heutigen Abend.“ so Denninghoff „und freue mich schon auf unseren nächsten Stammtisch im blauen Ländchen in 4 Wochen!“