Tanja trifft...Dr.Stefanie Hubig

    Höhr-GrenzhausenRund ein Viertel des rheinland-pfälzischen Landeshaushaltes fließt in die Schulen und die frühkindliche Bildung. Damit hat das Bildungsministerium den mit Abstand größten Einzeletat in der Landesregierung. Auf die sich daraus ergebende Verantwortung und die verbundenen Herausforderungen wies Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig im Gespräch mit der Landtagsabgeordneten Dr. Tanja Machalet im Rahmen der Reihe "Tanja trifft..." in der „Zweiten Heimat“ hin. 

    Die Bedeutung, die die Bildungspolitik hat, spiegelte sich auch im großen Interesse an der Veranstaltung wider. Schüler, Lehrer, Vertreter der Schulleitungen, Mitarbeiter und Leitungen aus dem Bereich Kita, sowie zahlreiche am Thema interessierte Bürger nutzten die Gelegenheit, "ihre" Bildungsministerin kennenzulernen, um Fragen und Anliegen zu erörtern, ihr aber auch Impulse für ihre Arbeit mit auf den Weg zu geben.

    Auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen, Thilo Becker, stieg mit seinem Grußwort in die Thematik ein, indem er auf die Konkurrenz zwischen Angeboten von Kinderhort und Ganztagsschulen hinwies.

    Ministerin Hubig erläuterte das rheinland-pfälzische Konzept der gebührenfreien Bildung von der Kindertagesstätte bis zum Studium. „Dabei ist die Finanzierung der frühkindlichen Bildung eines der vordringlichen Themen in dieser Legislaturperiode“, so Hubig. In diesem Zusammenhang ist es erfreulich und hilfreich, dass die Kitas und die Schulen wieder in der Verantwortung eines Ministeriums sind, stellte Tanja Machalet ergänzend fest.

    Auch der Erhalt der kleinen Grundschulen liegt Stefanie Hubig am Herzen. „Am Prinzip der kurzen Beine, kurzen Wege soll nicht gerüttelt werden.“ Daher steht für sie am Ende der Überprüfung von 41 Schulen, die nach den Kriterien des Schulgesetzes eigentlich eine zu geringe Schülerzahl haben, nicht zwangsläufig deren Schließung.

    Die besondere Anforderung an Schwerpunktschulen und hier bestehende Problematiken, Fachkräftemangel, die hohe Zahl der Studienabbrecher, Inklusion und viele weitere Aspekte der Bildungspolitik wurden angesprochen Die Bildungsministerin verwies auf verschiedene Modellprojekte im Land, die sich genau diesen Anforderungen widmen und langfristig zu deren Lösung beitragen sollen.

    Im Anschluss an den offiziellen Teil nutzten noch viele der Anwesenden die Gelegenheit, mit der Ministerin ins Gespräch zu kommen. „Es war ein sehr informativer Abend mit einem aktiven Publikum und ich würde mich freuen, die Diskussion an ähnlicher Stelle irgendwann in naher Zukunft fortzusetzen“, resümierte Gastgeberin Dr. Tanja Machalet.